Luzern schläft – COVID-19 in der Leuchtenstadt

In der Schweiz zählt man auf die Eigenverantwortung der Menschen. Es gibt keine von Militär oder Polizei überwachte Ausgangssperre. Trotzdem ist das öffentliche Leben weitgehend zum Erliegen gekommen. Die Regierung legt allen Einwohnerinnen und Einwohnern nahe, zuhause zu bleiben und das Haus nur für einen Spaziergang oder notwendige Besorgungen zu verlassen.  Täglich neue Rekordmeldungen über COVID-19-Fallzahlen lassen erahnen, dass diese Krise und der damit verbundene Lockdown nicht so schnell ausgestanden sein wird.

Luzern, welches normalerweise zu jeder Tageszeit stark belebt ist, wirkt in diesen Tagen wie leergefegt und ausgestorben. Wo noch vor kurzem Tausende eine farbig-fröhliche Fasnacht gefeiert haben, begegnet man heute nur vereinzelten Joggern, Einzelpersonen und Paaren auf dem Spaziergang und manchmal – allem zum Trotz – vereinzelten englischsprachigen Touristen. Gruppen sind keine unterwegs. Man begegnet sich mit gebührlichem Anstand und weicht auf die entgegengesetzte Gassenseite aus. Auf den Strassen herrscht wenig Verkehr, die Parkhäuser sind leer.

Auch der Kiesplatz vor dem Löwendenkmal, welcher normalerweise im Minutentakt von grossen und eiligen Reisegruppen überrannt wird, ist heute praktisch leer.

Der grau verhangene Himmel trägt das seine zu einer fast geisterhaften Atmosphäre bei. An den Tagen zuvor herrschte strahlend blaues Frühlingswetter, welches einen überaus absurden Kontrast zur Situation bildete. Die folgende Bildergalerie ist mein Versuch, die menschenverlassene Stimmung in den Gassen Luzerns einzufangen.


Die Bildergalerie ist mittlerweile auch photoagora.ch – Plattform für Schweizer Fotografie publiziert worden, welche auf dem Hintergrund der COVID-19 Krise die Bildergalerie TEMPS SUSPENDU / UNTERBROCHENE ZEIT / TEMPO SOSPESO / SUSPENDED TIME initiert hat.

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